Schule ohne Rassismus

Das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum mit Häusern in Oranienburg und Zehdenick darf sich seit dem 5. September 2007 als erste berufsbildende Einrichtung in Brandenburg "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nennen.

TitelverleihungEingebettet in einen Aktionstag für Toleranz, gegen Rassismsus und Fremdenfeindlichkeit unter dem Motto "Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren" wurde in einem feierlichen Festakt, an dem mehr als 70 Jugendliche aus Finnland, Litauen, Polen, Tschechien, Taiwan und den USA teilnahmen, die Urkunde von Birgit Funke von der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) überreicht. "Das ist schon bemerkenswert, schließlich werden hier fast 3000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet", sagte Frau Funke, die das Projekt im Land Brandenburg koordiniert, in ihrer Laudatio. Fußball-Profi und Nationalspieler Malik Fathi von HERTHA BSC Berlin, Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischstämmigen Vaters, der das Oberstufenzentrum bereits in den letzten Monaten bei diversen Projekten und Aktivitäten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit besonders engagiert unterstützt hat, war als Pate ebenfalls dabei.
 
Obwohl immer wieder negative Schlagzeilen über rechtsgerichtete und gewaltbereite Jugendliche im Land Brandenburg zu lesen sind, zeigt das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", dass es auch junge Menschen gibt, die sich engagieren und öffentlich gegen Diskriminierung und für Weltoffenheit einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums setzen somit ein positives Zeichen für mehr Demokratie und Respekt gegenüber Andersdenkenden.
 
Mit dem Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", das vom Verein "Aktion Courage" seit 1995 an deutschen Schulen initiiert wird, setzen sich vor allem Schülerinnen und Schüler für ein soziales, soldarisches und friedliches Miteinander und für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung anderer ein. Um den Titel zu erwerben, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Angehörigen einer Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen, SekretärInnen sowie HausmeisterInnen etc.) durch ihre Unterschriften zu den Grundsätzen einer "Schule ohne Rasismus - Schule mit Courage" bekennen. Jeder, der unterschreibt, geht die Verpflichtung ein, sich langfristig mit Aktionen und Projekten an der Schule gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus zu engagieren. Ausführliche Informationen zum Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" im Internet unter www.schule-ohne-rassismus.org.




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