Georg Mendheim

Georg Mendheim wurde 1836 in Frankfurt/Oder geboren. In Berlin studierte er Physik und Chemie. Er entwickelte das von Ringofenerfinder Friedrich Hoffmann entwickelte Verfahren weiter. Hoffmanns Erfindung hatte den Nachteil, dass der Ausschuss bei der Produktion von Ziegeln groß war. Statt mit Kohle befeuerte Georg Mendheim den Ringofen mit Generatorgas. Dadurch konnte mit höheren Temperaturen bei gleichzeitig geringerem Energieeinsatz gebrannt werden. Durch dieses Verfahren konnten Kosten gesenkt werden.

Die Erfindung des Gaskammerringofens kam erstmalig in der Königlichen Porzellanmanufaktur zum Einsatz. Der erste Gaskammerringofen von 1870/ 71 steht im Ziegeleipark Mildenberg. Georg Mendheim veröffentlichte 1872 auf der Basis seines eingereichten Patentes seine Erfindung über kontinuierlich brennende Kammeröfen mit Gasfeuerung in der renommierten „Deutschen Bauzeitung“. Im Februar 1879 hat das Patentamt in München das Patent „Regenerativapparat für Flammenofen mit Gasfeuerring“ Georg Mendheim erteilt. 1876 wurden 16 Gasöfen in Betrieb genommen und 1879 waren es etwa 150. Im Zeitraum von 1880 bis 1882 wurden Georg Mendheim zwei weitere Patente erteilt, die sowohl die Anordnung wie auch konstruktive Verbesserungen an dem System der Gas- und Verbrennungskanäle betrafen.

Am 14. März 1887 erhält Georg Mendheim den schwedischen Wasa- Orden Verdienst: Kammerringöfen wurden aus Generatoren beheizt, die die Vergasung der dortigen kohlehaltigen Tone ermöglichten und dabei eine hochwertige Schamotte entstand, die zu feuerfesten Steinen weiterverarbeitet werden konnten.
Georg Mendheim verstirbt  am 3.April 1903 im Alter von 67 Jahren in München und hinterließ seine Ehefrau und die Söhne Adolf und Hans. Sein Grabmal befindet sich noch heute auf dem Münchner Nordfriedhof.




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