Internationales Jugendsporttreffen mit Polen und Tschechen

Gemeinsam schwitzen

OSZ- Schüler organisieren internationales Jugendsporttreffen mit Polen und Tschechen

Das können wir auch, sagte sich Dieter Starke und ließ seine „Experten" machen. Ergebnis: Seit Sonntag sind 20 Schüler aus Polen und Tschechien in Oberhavel, um eine Woche lang an einem internationalen Jugendsporttreffen teilzunehmen.
 

Internationale Jugendsporttreffen sind sonst eine Domäne des Kreis Oberhavels, der alle zwei Jahre im Wechsel Jugend aus vielen Ländern zum sportlichen beziehungsweise kulturellen Vergleich einlädt. Doch das hat Dieter Starke, Leiter des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oberhavel, nicht abgehalten. Denn zu dem Angebot seines beruflichen Gymnasiums gehört auch die Ausbildung zum staatlich geprüften Sportassistenten. Da lag es für Starke nahe, dass diese Lernenden am praktischen Beispiel pädagogisch wertvoll zu Werke gehen können. „Es ist eine tolle Sache und wir führen die Tradition gern weiter", sagt Starke.

Jetzt sind jeweils zehn junge Menschen aus den Schulpartnerstädten Kolin (Tschechien) und Siemiatycze (Polen) Gäste des OSZ. Seit Sonntag sind sie hier, untergebracht im Zehdenicker Wohnheim. Gemeinsam mit Schülern des beruflichen Gymnasiums des OSZ haben sie eine Woche Spiel und Spaß vor sich. Gestern, nach der Kennenlernrunde in Zehdenick, ging es in die Turm-Erlebniscity nach Oranienburg. Hier stand Schwimmen auf dem Programm.

„Die jungen Leute waren schon bei ihrer Ankunft ganz kribbelig", berichtet Michael Fardun, Sportmanagement-Lehrer am OSZ. Zusammen mit Sportlehrerin Elke Bär und angehenden Sportassistenten, betreut er noch bis Sonnabend die internationale Truppe bei ihren sportlichen Aktivitäten. Trotz anstrengender Anreise, hätten die „Sporthungrigen" am Sonntagabend keine Spur von Müdigkeit gezeigt. Sofort nahmen die polnischen und tschechischen Gäste die Zehdenicker Sporthalle in Beschlag, spielten Volley- und Basketball bis in die Puppen. „Die jungen Herren waren besonders vom Kraftraum begeistert", sagt Elke Bär.

Mehr als fünf Monate Vorbereitung wurde für das internationale Sporttreffen benötigt - ein wahrer Kraftakt für alle Beteiligten. Um der Völkerverständigung auf die Sprünge zu helfen, sind die Schüler in verschiedene Gruppen zusammengewürfelt worden. Egal, welche Nationalität, sie vertreten jetzt stolz ihr blaues, gelbes oder grünes Team. Neben der Kommunikation mit Händen und Füßen, helfen übrigens die mitgereisten Deutschlehrer ihren Sprösslingen beim Kennenlernen.

Das Programm ist vielseitig. Die 16- bis 20-Jährigen widmen sich nicht nur den herkömmlichen Sportarten, sondern spielen auch eine flotte Runde Golf im Golfclub Stolper Heide und gehen bowlen. „So etwas haben wir nicht bei uns", erzählt die 18-jährige Polin Agnieszka Wojciuk aufgeregt. Auch der Besuch im Aquapark sei etwas Besonderes. Für Abwechslung haben die Veranstalter gesorgt. Ausflüge zum Schloss Sanssouci und eine Spreerundfahrt sind genauso geplant, wie ein Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Am Donnerstag geht es sogar zu einem Hertha-Training ins Berliner Olympiastadium. Genau das Richtige für Fußballfan Michal Nowicki (17) aus Polen. „Das ist super", meint er strahlend.

Dennoch muss die Truppe auch Kraft für das große Fußballturnier am Freitag sammeln.„Es wird um den Georg-Mendheim-Pokal gekämpft sagt Elke Bär. Nicht nur die internationalen Teams werden versuchen, das runde Leder ins gegnerische Tor zu kicken, Schüler der Jean-Clermont-Oberschule Sachsenhausen, der Exin-Oberschule Zehdenick und der Siemens-Oberschule Gransee werden mit von der Partie sein, wenn um Punkt neun Anstoß ist.

(Der Artikel von den Autoren Gitta Dietrich und Burkhard Keeve erschien in der Gransee- Zeitung vom 07. September 2010. Die Genehmigung zur Veröffentlichung auf der Schulhomepage wurde von Herrn Burkhard Keeve, Herrn Ricco Nowak erteilt.)



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