Seminare zur historisch-politischen Bildung


Zusätzlich bieten wir für Schüler_innen multiperspektivische Geschichtsseminare zur DDR und zum Nationalsozialismus an. Denn die Basis für demokratisches und engagiertes Handeln beruht auch auf einer aktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Einmal jährlich gibt es die Möglichkeit, sich für eine Bildungsfahrt zu den Befreiungsfeiern nach Mauthausen in Österreich anzumelden.

Jugendliche entrollen ein Gedenkband an der Gedenkstätte Mauthausen
Ziel der historisch-politischen Seminare ist die Förderung eines kritischen Geschichtsbewusstseins, das jungen Menschen hilft, sich in der heutigen Welt zu verorten und unsere Gegenwart besser zu verstehen. In den Geschichtsseminaren diskutieren wir mittels biographischer Methoden – ausgehend von der Lebenssituation der Jugendlichen – die Frage nach der Bedeutung der Geschichte für die Gegenwart und ermöglichen eine Auseinandersetzung mit Geschichte jenseits von Leistungsdruck. Historische Kenntnisse werden mittels selbsttätiger Recherchemethoden und entlang der Fragen der Teilnehmer/innen gemeinsam im Seminar erarbeitet. Folgende Themenseminare sind wählbar:

•     Jugend in der DDR: Neben einem kurzen Überblick zur DDR-Geschichte eröffnet das Seminar durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen jugendrelevanten Institutionen und Jugendkulturen einen Zugang zur Lebenswelt von Jugendlichen der DDR der 70er und 80er Jahre. Über Text, Ton und Bilddokumente, sowie Zeitzeugeninterviews gewinnen die Jugendlichen Einblicke in die Alltagsgeschichte(n) der DDR.
•     Jugend im Nationalsozialismus: Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Teilnehmer/innen zum Thema „Jugendkulturen“ wird der Blick auf den Alltag von Jugendlichen im Nationalsozialismus gelenkt. Durch die Arbeit mit biographischen Materialien, Spielfilmen, Fotos sowie Musikbeispielen aus dieser Zeit lernen die Jugendlichen den Umgang mit unterschiedlichen Quellen. Anhand ausgewählter Beispiele von oppositionellen und widerständigen Jugendgruppen einerseits und systemkonformen Jugendverbänden andererseits erschließen sich die Jugendlichen ein vielfältiges Bild über Jugend in dieser Zeit - zwischen Anpassung, Widerstand und Denunziation.
•     Täter – Opfer – Zuschauer: Im Vordergrund des Seminars steht die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Perspektiven der Täter, Opfer und Zuschauer im Nationalsozialismus. Anhand der Biographie Theodor Eickes, eines „Inspekteurs“ der Konzentrationslager, wird das System der KZs beleuchtet. Beim Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen stehen die Opfergruppen und der Alltag im KZ im Vordergrund. Den Abschluss bildet die Auseinandersetzung mit der Rolle der Zivilbevölkerung.
•     Alltag und Verbrechen im Nationalsozialismus: Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, wie ‚normale’ Menschen in die Verbrechen des Nationalsozialismus verwickelt waren. Erfahrungen von Menschen, die Teil der „Volksgemeinschaft“ waren einerseits und die Perspektive der Opfer der NS-Politik andererseits werden verdeutlicht. Thematisch greift das Seminar die Deportationen der jüdischen Bevölkerung und das Sammellager Große Hamburger Straße auf.

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