Der Tag, als ich erschossen wurde

Filmemacherinnen im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 1.September 1939 der 2.Weltkrieg. Während dieses Ereignis und dieses Datum vielen Menschen bekannt sind, kennt kaum jemand die Geschichten der polnischen Zivilbevölkerung, die den deutschen Besatzern ausgesetzt ist.

70 Jahre nach dem Überfall sind die Journalistinnen Antonia Schmidt und Wioletta Weiß durch die Dörfer und Städte entlang der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze gefahren und haben die Menschen gefragt, wie sie den Kriegsbeginn erlebt haben. Den daraus entstandenen Film „Der Tag, als ich erschossen wurde“, der schon im rbb zu sehen war, haben die Filmemacherinnen Anfang September Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums gezeigt und mit ihnen darüber diskutiert. Im Gespräch sagen viele von ihnen, dass der Film eine bislang unbekannte Perspektive auf den Kriegsalltag und die Verbrechen der deutschen Soldaten bietet.

Außerdem wollten die Jugendlichen wissen, wie die Menschen in Polen auf das deutsche Filmteam reagiert hätten. Die Antwort der beiden Autorinnen verblüfft viele Schüler, sie seien immer freundlich aufgenommen wurden. Die Menschen, die das Grauen erlebt haben, freuten sich, dass Deutsche gekommen sind, um ihnen zuzuhören. Nicht alle Zeitzeugen, die im Film zu Wort kommen, sind heute noch am Leben. Doch durch den Film bleiben ihre Erinnerungen lebendig und greifbar – auch für Jugendliche in Deutschland.


last update: 16.09.2013



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